Voges-Hage, Birgit Hilde:

Qualitätskontrollparameter Erythrozytenkonzentraten : retrospektive Datenanalyse aus 20 Jahren

Duisburg, Essen (2007), 74 Bl.
Dissertation / Fach: Medizin
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Institut für Transfusionsmedizin
Müller, N. (Doktorvater, Betreuerin)
Dürig, J. (GutachterIn)
Dissertation
Abstract:
Ausgewertet wurden die im Rahmen der Qualitätskontrolle am Zentrum für Transfusions-medizin Münster des DRK-Blutspendedienstes West archivierten Daten von Erythro­zyten­konzentraten der Jahre 1985-2004 (Volumen, Hämatokrit, Gesamthämoglobin, extrazelluläres Hämoglobin, Hämolyserate, Adenosintriphosphat, Leukozyten, Kaliumkonzentration, pH-Wert und Thrombozyten) unter besonderer Berücksichtigung der zeitlichen Zusammenhänge zu veränderten Aufbereitungsmethoden. Während eine Reduktion der Thrombozytenkontamination durch Abreicherung im Buffy Coat zunehmend auf unter 10% der Ausgangsmenge möglich war, gelang eine signifikante Leukozytenreduktion erst durch Einführung von Inline-Filtern. Eine in der Literatur hierdurch postulierte günstige Beeinflussung anderer Qualitätsparameter konnte nicht überzeugend dargestellt werden. Bei integrierender Betrachtung der erhobenen Qualitätsdaten über die Jahre bleibt fest­zuhalten, dass eine ausreichende Menge überwiegend voll funktionsfähiger Erythro­zyten jeweils zur Verfügung stand. Änderungen der Herstellungsverfahren hatten letztlich Änderungen unter­schiedlicher Gehalte an Plasma, Leukozyten, Thrombozyten oder der Lagerungslösung zur Folge. Ermöglicht werden längere Lagerungszeiten. Die Anforderungen an die Erythrozytenqualität werden mit den heutigen technischen Möglichkeiten auch bei längeren Lagerungszeiten erfüllt. Mögliche Bedeutungen und klinische Auswirkungen, wie in der Literatur beschrieben, werden diskutiert. Berücksichtigt man bekannte Lagerungsschäden und ihre Neben-wirkungen, ist eine Qualitätssteigerung möglich durch Erythrozytengabe nach möglichst kurzen Lagerungszeiten.

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