Coriand, Rotraud; Winkler, Michael (Hrsg.):
Der Herbartianismus, die vergessene Wissenschaftsgeschichte
Weinheim: Dt. Studienverl., 1998
Buch / Fach: Erziehungswissenschaften
Fakultät für Bildungswissenschaften » Institut für Pädagogik » Allgemeine Didaktik
Titel:
Der Herbartianismus, die vergessene Wissenschaftsgeschichte
Herausgeber(in):
Coriand, Rotraud im Online-Personal- und -Vorlesungsverzeichnis LSF anzeigen; Winkler, Michael
Erscheinungsort:
Weinheim
Verlag:
Dt. Studienverl.
Erscheinungsjahr:
1998
Umfang:
290 S.
ISBN:
Signatur der UB:

Abstract:

Das Urteil über die Herbartianer scheint längst gesprochen. Verkürzung der originären Positionen Herbarts, Dogmatisierung, Erstarrung und Praktizierung einer Schule ohne Leben lauten die Vorbehalte; der Herbartianismus gilt als überholt und die pädagogische Standardliteratur behandelt ihn entsprechend randständig. So viel Etikettierung ohne gründliche wissenschaftliche Untersuchungen macht misstrauisch. Der Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Theorie der Sozialpädagogik der Universität Jena veranstaltete im November 1997 eine internationale Tagung zum Herbartianismus. Die Vortragenden, deren Beiträge in diesem Band dokumentiert sind, entwickeln aufgrund ihrer Forschungsergebnisse eine andere Perspektive; ihre Befunde zum Forschungsstand bewegen sich von "vergessene" bis "unterlassene" über "verkannte", "verdrängte", "fehlgedeutete" Wissenschaftsgeschichte. Das Buch zeigt im ersten Teil sowohl die internationale Bedeutung des Herbartianismus wie auch das Gewicht von Thüringen und Jena für die wissenschaftliche Pädagogik weltweit. Der Universitätspädagoge Wilhelm Rein, der das traditionsreiche Jenaer Pädagogische Universitätsseminar mit seiner Seminarschule zu einem "Mekka der Pädagogik" werden liess, steht im Mittelpunkt des zweiten Teils.