Malin, Alexander:

Reduktion des Blutungsrisikos in der rt-RA-Therapie durch Blockade des Annexin-II-Rezeptors mit Lipoprotein(a) beim experimentellen Schlaganfall an Mäusen

Duisburg-Essen (2005), 61 Bl.
Dissertation / Fach: Medizin
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Klinik für Neurologie
Busch, Elmar (Doktorvater, Betreuerin)
Schade, Fritz Ulrich (GutachterIn)
Dissertation
Abstract:
Die hier vorliegende Arbeit testet die Hypothese, daß das Risiko intrazerebraler Blutungen in der recombinant tissue–Plasminogen Aktivator (rt – PA) Therapie beim akuten ischämischen Schlaganfall durch Applikation von Lipoprotein(a) (Lp (a)) gesenkt werden kann. Weiterhin wurde beurteilt, ob die Infarktgröße unter Lipoprotein(a) zunimmt. Dies wurde an einem thromboembolischen Schlaganfallmodell an männlichen NMRI–Mäusen untersucht. Der theoretische Hintergrund zu Wirkungen und Interaktionen von Lipoprotein(a) am Annexin II Rezeptor sowie die Verteilung von tissue - Plasminogen Aktivator (t-PA) und Plasminogen Aktivator Inhibitor (PAI) im Gewebe wurde durch ergänzende immunhistochemische Untersuchungen der histologischen Hirnschnitte beurteilt. Die Tiere wurden während der Versuche physiologisch überwacht (art. Blutdruck, Körpertemperatur). Hier wurden die Parameter im Normbereich gehalten und es wurde kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen Placebo/Lp(a) festgestellt. Die mikroskopischen Auswertungen ergaben eine Senkung der intrazerebralen Blutungen in der HE-Färbung (Lp(a) 57%; Placebo 100% der Tiere) sowie weniger intensive Störungen der Blut–Hirn–Schranke in der Peroxidase Antiperoxidase (PAP) Färbung (Placebo 100%; Lp(a) 70% der Tiere). Die Infarktgrößen fielen in der Lp(a) Gruppe kleiner aus als in der Placebo Gruppe (Lp(a) 39%±16%; Placebo 48%±15% der ischämischen Hemisphäre). Die Immunhistochemie zeigte keine Unterschiede in der Verteilung der Proteine (Annexin II, PAI) in den untersuchten Hirnarealen (Infarktkern, gesundes Gewebe der ischämischen Hemisphäre, gesunde Hemisphäre, Gefäße, Ventrikel). Im Infarktbereich war regelmäßig eine stärkere Anfärbung von t-PA festzuhalten, dies war jedoch Gruppenunabhängig und spricht für eine lokale Mehrproduktion von t-PA im Infarktbereich. Ein Benefit durch Lipoprotein(a) hinsichtlich der Frequenz von intrazerebralen Blutungen in der rt –PA Therapie kann hier festgehalten werden. Weitere Versuchsreihen zu dem hier untersuchten Ansatz mit einer höheren Fallzahl an Tieren und einer höheren Dosierung von Lp(a) sind gerechtfertigt

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