Kullmann, Silke:

Identifikation und Charakterisierung des Adenovirus E1A-Proteine bindenden zellülären Faktors r-SREC

Duisburg, Essen (2004), VIII, 98 Bl.
Dissertation / Fach: Biologie
ehem. Fakultät für Biologie und Geografie
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Institut für Molekularbiologie (Tumorforschung)
Dissertation
Abstract:
Die adenoviralen E1A-Proteine sind für die Expression aller anderen viralen Gene essentiell und modulieren zudem die Expression spezifischer zellulärer Gene um eine effiziente Replikation des viralen Genoms zu gewährleisten. Dabei vermitteln sie ihre Funktionen über Protein-Protein-Interaktionen mit zellulären Proteinen, die u.a. an der Regulation des Zellzyklus, der Differenzierung und der Apoptose beteiligt sind. Im Zuge der vorliegenden Arbeit konnte ich eine Volllängen cDNA identifizieren, die für einen bisher nicht beschriebenen E1A-Proteine-bindenden, zellulären Faktor (r-SREC) mit einem offenen Leseraster von 366 Aminosäuren kodiert. Meine Experimente haben gezeigt, dass sowohl Ad12 E1A- als auch Ad2/Ad5 E1A-Proteine in vitro und in vivo effizient mit dem r-SREC-Protein interagieren. Durch in vitro Protein-Protein-Interaktionsstudien konnte ich die konservierte Region 2 und den N-terminalen Bereich (AS 1-79) der E1A-Proteine als die für diese Interaktion verantwortlichen Proteindomänen identifizieren. Die Expression der nativen mRNA konnte in Rattengeweben (Herz, Hirn, Lunge, Niere und Hoden) in einer Größe von 1,6 und 3,4 kb sowie in humanen Geweben (Herz, Hirn, Plazenta, Lunge, Leber, Skelettmuskel, Niere und Pankreas) in einer Größe von 4,4 kb nachgewiesen werden. Weiterführende Experimente zeigten, dass das r-SREC-Protein in der Zelle sowohl in Ab- als auch in Anwesenheit der E1A-Proteine cytoplasmatisch lokalisiert ist. Hier konnte jedoch beobachtet werden, dass die Koexpression der E1A-Proteine zu einer erhöhten Konzentration des r-SREC-Proteins in einem distinkten Bereich an der Kernmembran führt. Meine Daten belegen weiterhin, dass r-SREC in transienten Expressionsstudien trotz seiner cytoplasmatischen Lokalisation die E1A13S-vermittelte Aktivierung der viralen Promotoren E2Ad12 und G5-E1B TATA reprimiert.