No. 4 (2002): Die janusköpfige Islamisierung Malaysias

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Malaysia erlebt wie andere Staaten der islamischen Welt seit den 1970er Jahren eine kontinuierliche Islamisierung in Politik und Gesellschaft. Diese Islamic resurgence hat sich besonders in der Phase wirtschaftlicher und politischer Instabilität während und nach der „Asienkrise“ und der innenpolitischen „Anwar-Krise“ bemerkbar gemacht. Die Betonung islamischer Werte und Verhaltensnormen offenbart sich vor allem in der dominanten ethnischen Gruppe der Malaien und wird im politischen Parteienspektrum durch die Islamische Partei Malaysias (PAS) repräsentiert. Die islamische Politik der PAS geht indes einher mit den Forderungen nach demokratischen Reformen, die sich in den Reihen der großen, nicht-malaiisch dominierten Oppositionsparteien sowie in der multiethnischen Reformbewegung reformasi äußern. Da ein offener politischer Diskurs in den mainstream-Medien des Landes kaum möglich ist, vollzieht sich die politische Diskussion verstärkt in Moscheen, Gebetshäusern und über das neue Medium Internet. In diesen realen und virtuellen Diskussionsräumen verbinden sich die islamisch ausgerichteten mit den nicht-islamischen Parteien und Strömungen und artikulieren gemeinsam ihre Forderungen nach politischem Wandel.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Texte » Artikel, Aufsatz
Fakultät / Institut:
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften » Institut für Politikwissenschaft
Dewey Dezimal-Klassifikation:
300 Sozialwissenschaften » 320 Politik
Stichwörter:
Islamic development, Malaysia
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
04.04.2000
Dateien geändert am:
04.04.2000
Medientyp:
Text