"Wer nicht hören will muss fühlen". Macht und Gewalt im Kontext von stat. Kinder- und Jugendhilfe

Hartmann, Meike [Dozent(in)]

„Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.“ (§1 KJHG) So steht es ganz am Anfang des Kinder- und Jugendhilfegesetz. Können Eltern diesem Recht nicht mehr nachkommen, so übernimmt die Jugendhilfe stellvertretend diesen Auftrag und soll den Kindern und Jugendlichen einen Schonraum bieten. Doch was ist, wenn Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen keine Schonung sondern Gewalt und Diskriminierung erfahren? Der gesellschaftliche Auftrag an Kinder- und Jugendhilfe stattet diese mit Macht aus. Der gewissenhafte Umgang mit Macht bewegt sich in strukturellen und pädagogischen Spannungsfeldern und kippt immer wieder in Missbrauch. Was sind das für Prozesse und Strukturen, die Gewalt ermöglichen? Welche theoretischen Erklärungen gibt es? Was lehrt uns die aktuelle Debatte um sexuelle Gewalt in diesem Kontext? Welche Anforderungen an professionelles Handeln müssen gestellt werden? In diesem Seminar werden wir uns diesen Fragen durch die Lektüre und Diskussion von ganz unterschiedlichen Texten und Positionen gemeinsam nähern.
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Dokumententyp:
Lehrmaterial » Semesterapparat
Fakultät / Institut:
Fakultät für Bildungswissenschaften » Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Semesterapparate / Dokument veröffentlicht
Dateien geändert am:
07.03.2012
Medientyp:
Text