Report Nr. 82 - Realitäten der Quasi-Staatlichkeit :

zur politischen Ökonomie alternativer Herrschaftsordnungen

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Es ist oft von Staaten die Rede, die lediglich über partielle Staatlichkeit verfügen und nicht an moderne Leistungskriterien von Staatlichkeit herankommen. Diese Abweichung vom Ideal des strong state ist Ausdruck alternativer Ordnungsbildung, die oft auf Tradition und Patrimonialismus basiert. In manchen Fällen können diese traditionale Ordnungsformen zusammen mit dem, was man als gewaltökonomische Reproduktion bezeichnen kann, koexistieren: nur durch die Einbindung in schattenökonomische Netzwerke gelingt es diesen Ordnungen, sich zu finanzieren und dem Krieg den Charakter eines low-intensity-conflicts zu geben. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Schwäche des Staates. Alternative patrimoniale Ordnungsformen sind zwar in der Lage, Frieden – meist im negativen Sinne – zu gewährleisten, allerdings nur dann, wenn die einzelnen Akteure nicht den Verlockungen jener globalisierten Vermarktungsmöglichkeiten ausgesetzt sind, die die rentenbasierte und unproduktive Alimentation derselben ermöglichen. Diese problematische Konstellation lässt sich indes im Rahmen der Entwicklungspolitik nur auflösen, wenn man Ursachen genügend differenziert und Konsequenzen auslotet.
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Dokumententyp:
Veranstaltungen, Tagungen, Ereignisse » Projektbericht, Report, sonstiger Bericht
Fakultät / Institut:
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften » Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
Dewey Dezimal-Klassifikation:
300 Sozialwissenschaften » 320 Politik
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dateien geändert am:
06.01.2012
Medientyp:
Text