Report Nr. 93 - Die umstrittene Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit

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Zu Beginn des neuen Millenniums, das die Staatengemeinschaft mit den ambitionierten Millennium‐Entwicklungszielen zur Verminderung aller Formen der extremen Armut einleitete, steht die internationale Entwicklungszusammenarbeit (EZ) unter heftigerer wissenschaftlicher und medialer Kritik als jemals zuvor. Die Bankrotterklärungen häuften sich und erschütterten Forschungen, durch massive Kapitalspritzen (Big Push) das Armutsproblem zu überwinden. Ökonomische Untersuchungen haben mit einem großen Datenaufwand ihre Wirksamkeit in Frage gestellt, vor allem dort, wo im Gefolge schlechter Regierungsführung und Korruption die externen Subsidien eher Fehlentwicklungen verstärken. Die Kritik nahm aber zunehmend auch Organisationsdefizite innerhalb der Gebergemeinschaft und die teuren Entwicklungsbürokratien ins Visier. Die OECD‐Länder versuchten dieser aus dem Süden verstärkten Kritik durch mehrere Reforminitiativen zu begegnen, die erstens auf eine stärkere Koordinierung und Harmonisierung ihrer Hilfsangebote, zweitens auf eine stärkere Beteiligung der Zielgruppen bei der Planung und Durchführung von Projekten und Programmen („ownership“) abzielten. Auf beiden Seiten sind radikale Struktur‐ und Organisationsreformen notwendig, um die Wirksamkeit der EZ zu verbessern.
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Dokumententyp:
Veranstaltungen, Tagungen, Ereignisse » Projektbericht, Report, sonstiger Bericht
Fakultät / Institut:
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften » Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
Dewey Dezimal-Klassifikation:
300 Sozialwissenschaften » 320 Politik
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dateien geändert am:
04.01.2012
Medientyp:
Text