Report Nr. 96 - Good Governance: ein universelles Leitbild von Staatlichkeit und Entwicklung?
Prof. em. Dr. Nuscheler, Franz
In: INEF-Report » 2009: Nr. 96 - 99
Dateibereich 29182
1,43 MB in einer Datei, zuletzt geändert am 04.01.2012
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| report96.pdf | 04.01.2012 14:34:15 | 1,43 MB |
Die Weltbank lastete die zunehmend in Frage gestellte Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit
(EZ), speziell in Subsahara‐Afrika, einer „crisis of governance“ an. Nach dem Ende
des Kalten Krieges machte deshalb die westliche Gebergemeinschaft Good Governance (d. h.
Rechtsstaatlichkeit, Respektierung grundlegender Menschenrechte, Korruptionsbekämpfung)
zur Voraussetzung einer Erfolg versprechenden EZ. Gleichzeitig vollzog sich in der
Wirtschafts‐ und Entwicklungstheorie ein Paradigmenwechsel jenseits des Washington‐
Konsensus. Die Neue Institutionenökonomik setzte dem Mainstream der Neoklassik die Erkenntnis
entgegen: Institutions matter. Good Governance wurde zum Leitbild von funktionstüchtiger
Staatlichkeit und Entwicklung. Dieses normative Leitbild blieb nicht von Kritik verschont,
da ihm unterstellt wurde, mittels ordnungspolitischer Konditionen die westlichen
Vorstellungen von „guter Regierungsführung“ verbreiten zu wollen. Als schwieriger erwiesen
sich jedoch die Probleme, von außen den Aufbau demokratischer Strukturen zu fördern.
Dieser INEF‐Report rekonstruiert nicht nur die internationale Debatte über Good Governance,
sondern auch die Versuche, durch die Konstruktion von Indices Fort‐ und Rückschritte auf
dem schwierigen Weg zu Good Governance zu messen.
Lesezeichen:
Dokumententyp:
Veranstaltungen, Tagungen, Ereignisse » Projektbericht, Report, sonstiger Bericht
Fakultät / Institut:
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften » Institut für Entwicklung und Frieden
Dewey Dezimal-Klassifikation:
300 Sozialwissenschaften » 320 Politik
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dateien geändert am:
04.01.2012
Medientyp:
Text
