Wissensbasierte Fertigungsplanung für komplexe Bohrprozesse: Entwicklung einer 80/20-teilautomaisierten NC-Programmierung

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Die Dissertation ist im Shaker Verlag, Aachen erschienen mit der ISBN 978-3-8440-0258-4

In der vorliegenden Arbeit werden ausgehend von einer Grundlagenerarbeitung Defizite be-stehender NC-Automatisierungen identifiziert. Auf dieser Basis wird die Notwendigkeit einer Teilautomatisierung der NC-Programmierung innerhalb geschlossener CAD/CAM-Prozessketten begründet. Dabei wird herausgearbeitet, dass die NC-Programmierung von komplexen Bohrprozessen ein besonderes Potential bietet, da eine hohe Verwendungshäufig-keit und eine große Variantenvielfalt vorliegen. Zur genaueren Unterscheidung von Automatisierungsgraden im Umfeld von Unikat- und Kleinserienfertigern, wird eine Klassifizierung dieser Automatisierungsgrade erarbeitet und darauf aufbauend der Grad mit der höchsten relativen Wirtschaftlichkeit berechnet. Bei der Untersuchung kann als Zwischenergebnis bei einem Grad von 80 % die höchste Wirtschaft-lichkeit ermittelt werden. Dieses Ergebnis wird durch eine Sensitivitätsanalyse verifiziert. Im Anschluss wird ein Ansatz zur wechselseitigen Verknüpfung von manuell-kognitiven und computerbasiert-automatisierten Teilprozessen entwickelt. Aufbauend auf methodischen Ana-lysen der Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge konnten Ansätze zur strukturierten Wissensak-quisition und eine Methodik zur Modellierung der Wissensbasis, sowie der Inferenzmaschine erarbeitet werden. Im Besonderen hatten dabei die erarbeiteten Anforderungen durch die ge-zielte 80/20-Teilautomatisierung Einfluss. Die Inferenzmaschine wird basierend auf der Fea-ture-Technologie nach dem Prinzip der Rückwärtsverkettung unter Verwendung von Unit Machining Features entwickelt. Aus den beschriebenen Methoden und Konzepten wird ein Ablaufmodell entwickelt, das in Pre-, In- und Postprozesse unterteilt ist. Dabei sind der kognitiv basierte manuelle und der computerbasierte automatisierte Teilprozess eng miteinander verknüpft. Zusätzlich wird eine Werkzeug- und Schnittwertauswahl entwickelt, die zum einen eine praxisnahe Suche ermög-licht und zum anderen den Mangel an Datenqualität und -quantität innerhalb der Datenbanken gezielt durch manuelle Interaktion im In-Prozess und Pflegekonzepte angeht. Das beschriebene Ablaufmodell wurde in einem Realisierungsbeispiel bei der Firma Siemens validiert. Das Unikatprodukt Turboverdichter bietet bevorzugte Bedingungen, die durch eine Produkt- und Umfeldanalyse belegt werden. Nachweislich konnte eine optimierte Gesamt-wirtschaftlichkeit, verglichen mit dem Standard-CAx-System, erreicht werden.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Fakultät für Ingenieurwissenschaften » Maschinenbau und Verfahrenstechnik » Institut für Produkt Engineering
Dewey Dezimal-Klassifikation:
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 620 Ingenieurwissenschaften
Stichwörter:
Wissensbasierte Fertigungsplanung, CAM, CAPP, NC-Programmierung, Bohren, Bohrprozesse, Teilautomatisierung, Automatisierungsgrad, 80/20, NX, Knowledge Fusion
Beitragende:
Prof. Dr.-Ing.habil. Witt, Gerd [Betreuer(in), Doktorvater]
Prof. Dr.-Ing. Köhler, Peter [Gutachter(in), Rezensent(in)]
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
30.05.2011
Dateien geändert am:
24.08.2011
Medientyp:
Text