Who cares? Genderwissen im Internet: Akteursspezifische Ziele, Interessen und Praxen am Beispiel des Gender-Portals der Universität Duisburg-Essen

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Der Begriff des Wissens ist ‚en vogue’: Quiz- und Kindersendungen nutzen Wissen zum unterhaltenden Gegenstand; Erwachsene werden im Diskurs um Arbeitsmarktchancen und Karrierestreben zu lebenslanger Offenheit für neues Wissen angehalten; Organisationen schwören sich auf die Notwendigkeit eines Managements der „Ressource“ Wissen zum Bestehen im globalen Wettbewerb ein. Auch in der Gleichstellungspolitik und Gleichstellungsarbeit wird seine Bedeutung in Organisationen und in der Wissenschaft diskutiert. Die Rede ist hier von „Genderwissen“. Dieses gilt es sowohl auf Organisationsebene als auch auf Ebene der Einzelnen zu fördern. Das Gender-Portal der Universität Duisburg-Essen soll, so die Grundintention der Projektinitiatorinnen im Jahr 2005, Genderwissen der Universität bündeln und in erster Linie den Beschäftigten verfügbar machen – im Sinne eines „gleichstellungsorientierten Wissensmanagements“. Was aber ist Wissen? Was ist Geschlecht? Wie hängen Wissen und Geschlecht aus soziologischer Perspektive zusammen? Kann "Genderwissen", ein Konzept aus der Genderforschung und Gleichstellungspraxis strategisch im Kontext der Hochschule gefördert und genutzt werden? In ihrer Master-Arbeit geht die Autorin diesen Fragen zunächst auf theoretischer Ebene nach und bezieht die Befunde dann auf ein konkretes Projekt – das Gender-Portal der Universität Duisburg-Essen. Das Untersuchungsdesign ist explorativ. Ein Portal mit einer gleichstellungsorientierten Zielsetzung, so die Annahme, konstituiert sich durch die Praxen bestimmter AkteurInnen. Die erkenntnisleitende Frage dieser Arbeit nimmt die verschiedenen AkteurInnen an der Universität in den Blick und bezieht sich auf den Entstehungskontext, die Zielsetzungen der Initiatorinnen und die Frage der Nutzung und Bewertung des Portals durch seine Zielgruppe. Der englische Titel dieser Arbeit „Who cares?“ nimmt auf die Akteursebenen Initiatorinnen und NutzerInnen des Portals Bezug. Das englische Verb „to care“ trägt in seiner Bedeutung den Aspekt der Sorge, des Interesses oder Zugetanseins. Wortwörtlich übersetzt bedeutet „Who cares?“ dann „Wer kümmert sich?“. Diese unzutreffende Übersetzung der Redewendung meint die Ebene der Initiatorinnen. Richtig übersetzt bedeutet sie jedoch „Wen kümmert es?“. Diese Konnotation betrifft die Frage der tatsächlichen Nutzung des Portals, die in der Arbeit vor allem geklärt wird.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Diplomarbeit, Examensarbeit, Magisterarbeit
Fakultät / Institut:
Sonstige Einrichtungen / Externe
Dewey Dezimal-Klassifikation:
300 Sozialwissenschaften » 300 Sozialwissenschaften, Soziologie » 301 Soziologie, Sozialanthropologie
Stichwörter:
Wissenssoziologie, sozialwissenschaftliche Verwendungsforschung, Gleichstellung, Gender Mainstreaming, Genderwissen, Online-Befragung
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
02.08.2011
Dateien geändert am:
30.07.2013
Medientyp:
Text