Analyse und Bewertung vorhandener Leitsysteme zur Entwicklung von Gestaltungsempfehlungen für innovative, intuitive und sichere Leitsysteme in öffentlich zugängigen Gebäuden am Beispiel Einkaufszentrum

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Zentrales Thema der Arbeit ist die Analyse und Bewertung von Orientierungshilfen in öffentlich zugängigen Gebäuden und ihre Verwendung zur Orientierung in Normal- und Notfallsituationen. Leitsysteme in Gebäuden erfüllen häufig nicht ihre Kernaufgabe, eine ortsfremde Person ohne große Umwege und viel Mühe zu einem individuellen Ziel zu leiten. Mangelnde bzw. unzureichende Orientierungshilfen stellen oftmals eine Ursache dar. Zudem ist die Kennzeichnung der Fluchtwege und Notausgänge selten auf einen Blick wahrnehmbar. Der Bereich von Leitsystemen in Einkaufszentren ist wenig erforscht und bildet daher den Fokus dieser Arbeit. Der Reiz des Gebäudetyps Einkaufszentrum liegt in der Komplexität der Gebäude- und Wegestruktur begründet. Darüber hinaus zeichnet sich ein Einkaufszentrum durch ein hohes Besucheraufkommen, ortskundige und ortsfremde Personen sowie verschiedene Leitsysteme und Orientierungshilfen aus. Es existiert bislang – auch nachfolgend zu den Ereignissen des 11. Septembers – keine Publikation, in der die Bereiche Safety, Security und Orientierung miteinander verbunden werden. In dieser Arbeit wird daher untersucht, wie sich Sicherheit und Orientierung verbinden lassen. Während die Ursachen für eine mangelnde Wahrnehmung von Leitsystemen erforscht und die Faktoren ermittelt werden, die zu einer Optimierung bestehender Orientierungshilfen beitragen, dienen diese dazu, ein Leitsystem zu gestalten, das nicht nur innovativ sondern auch intuitiv erfassbar ist sowie zu einer sicheren Orientierung beiträgt. Es werden Empfehlungen hierzu formuliert, die mittels einer Checkliste vorhandene Orientierungshilfen bewerten und Hinweise zu einer Weiterentwicklung geben. Ferner dient diese Checkliste der Entwicklung von neuen Systemen und garantiert eine strukturierte räumliche Anordnung sowie eine logisch aufgebaute Orientierung. Ein Leitsystem dient sowohl der Orientierung in einer Normalsituation als auch der Orientierung in einer Notfallsituation. Beide Situationen erfordern sowohl identische als auch unterschiedliche Anforderungen an die Orientierung. In dieser Arbeit werden unterschiedliche Methoden eingesetzt: Zu Beginn dient die Literaturrecherche der Ermittlung der Grundlagen. Begehungen vor Ort liefern Auskunft über architektonische, graphische und mündliche Informationen. Ein Fragebogen unterstützt bei der Ermittlung von allgemeinen und übertragbaren Gestaltungsgrundlagen sowie der Bestimmung von Hinweisen für die Gestaltung. Zusätzlich wird das Benutzerverhalten ermittelt. Die Videoanalyse als weitere Methode dient der Bewertung von Orientierungshilfen, informiert über Beobachtungen und Beurteilungen zu definierten Zielorten und veranschaulicht die Vorgehensweise bei der Wegsuche.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Fakultät für Geisteswissenschaften
Dewey Dezimal-Klassifikation:
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 600 Technik » 601 Philosophie, Theorie
Stichwörter:
Leitsystem, Orientierung, Sicherheitskennzeichnung, Checkliste
Beitragende:
Prof. Dr. Bruder, Ralph [Betreuer(in), Doktorvater]
Prof. Dr. Hein, Peter Ulrich [Gutachter(in), Rezensent(in)]
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
28.10.2009
Dokument erstellt am:
07.05.2010
Promotionsantrag am:
15.12.2008
Dateien geändert am:
07.05.2010
Medientyp:
Text