Kontrastive Untersuchungen zu deutschen und neugriechischen Phraseologismen mit animalistischer Lexik

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Die kontrastive Untersuchung des Sprachenpaars Deutsch-Neugriechisch besitzt eine marginale Stellung innerhalb der kontrastiven Phraseologie. In der vorliegenden Dissertation wird nach einer umfangreichen Auswertung des Forschungsstandes der Phraseologieforschung in Deutschland und in Griechenland die Phraseologie des Deutschen und Neugriechischen am Paradigma einer phraseologischen Sachgruppe (feste Wortverbindungen mit animalistischer Lexik) konfrontativ untersucht. Für die Untersuchungsmethode der Dissertation war methodisch die Einbeziehung zweier Ebenen in die konfrontative Analyse unbedingt erforderlich, und zwar der System- und der Textebene. Dieses methodische Vorgehen wird den Forderungen der neueren Phraseologieforschung für anwendungsbezogene korpusgestützte Untersuchungen gerecht. Hier werden phraseologische Einheiten mit animalistischer Lexik zunächst auf der Ebene des Lexikons kontrastiv beschrieben. Sie werden vorwiegend auf der Grundlage von Äquivalenzbeziehungen analysiert. Anschließend werden die systematisch gewonnenen Wörterbucheinträge auf ihre tatsächliche Distribution hin (qualitativ und quantitativ) an Texten von überregionalen Tageszeitungen in Deutschland und in Griechenland untersucht – für das Deutsche wurde die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, für das Griechische TA NEA herangezogen, die durch ihre elektronische Verfügbarkeit in CD-ROM bzw. im Internet den methodischen Vorteil der Untersuchung großer Textmengen mit sich brachten. Nicht zuletzt stellt die Sachgruppe "Tierbezeichnungen" als tertium comparationis eine angemessene Möglichkeit des Sprachvergleichs, da sich in diesem Bereich das Idiosynkratische einer Sprache am deutlichsten manifestiert. Außersprachliche Inhalte werden in jeder der untersuchten Sprachen bedingt durch die unterschiedliche Segmentierung der Realität häufig auf eine andere Art und Weise kodifiziert. Die kontrastive Untersuchung von Phraseologismen ermöglicht Aussagen über kulturspezifische Züge der Bedeutungs-konstituierung beim Benennungsprozess. Da Phraseologismen ein Produkt der jeweiligen Kultur, Geschichte und der geopolitischen Lage eines Landes sind, spiegeln sie die kollektive und individuelle Phantasie des Volkes wider und reflektieren somit sein schöpferisches Denken. Nicht selten gehen äquivalente Phraseologismenpaare der untersuchten Sprachen auf Sprach- bzw. Kulturkontakte in der Vergangenheit zurück. Aus diesem Umstand ergibt sich die Relevanz der Internationalismen-Forschung für die kontrastive Untersuchung des betreffenden Sprachenpaars.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Sonstige Einrichtungen / Externe
Klassifikation Sprach- und Literaturwissenschaften:
Lexikologie
Dewey Dezimal-Klassifikation:
400 Sprache » 410 Linguistik » 413 Wörterbücher
Stichwörter:
Phraseologie, kontrastive Phraseologie, Phraseologismen, Phraseologische Einheiten, Redewendungen, phraseologisch, Neugriechisch, kontrastiven Linguistik
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
21.10.2009
Dateien geändert am:
21.10.2009
Medientyp:
Text
Rechtliche Vermerke:
Die Dissertation erschien zunächst im Jahre 2000 beim CLEMON-Verlag, Essen. Ich verfüge über die Rechte für die Publikation dieser Dissertation vom CLEMON-Verlag, der nicht mehr existiert.