Effekte eines 3-wöchigen ambulanten Trainingsprogramms auf Belastungskapazität, Atemnot und Lebensqualität von Patienten mit stabiler COPD im GOLD Stadium II-IV

Dateibereich 22759

1,14 MB in einer Datei, zuletzt geändert am 15.09.2009

Dateiliste / Details

DateiDateien geändert amGröße
Diss_Teschler.pdf15.09.2009 11:17:051,14 MB
Die Trainingstherapie hat sich als wichtige evidenzbasierte Maßnahme im Management der mittelschweren bis schweren chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) nach Leitlinie der „Globalen Initiative für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen“ (GOLD) etabliert. Körperliches Training wird als zentraler Bestandteil der multimodalen Therapie eingestuft. Die eingesetzten Trainingskonzepte unterscheiden sich insbesondere bezüglich Trainingsintensität und Trainingsdauer. In dieser Studie wurden die Effekte einer 3-wöchigen Trainingstherapie bei Patienten mit COPD im GOLD-Stadium II bis IV im Vergleich zum Lungensport von gleicher Dauer analysiert. Es handelte sich um ein Parallelgruppendesign mit jeweils 20 Patienten im Alter von 66 Jahren in der Trainingsgruppe und von 63 Jahren in der Lungensportgruppe. In der Trainingsgruppe erfolge eine multimodale Trainingstherapie unter Einschluss eines submaximal dosierten Kraft-/ Ausdauertrainings an jeweils 3 Tagen der Woche in 3 aufeinander folgenden Wochen. In der Kontrollgruppe nahmen die Patienten einmal wöchentlich an den Aktivitäten einer Lungensportgruppe teil. Als Erfolgsparameter wurden Spirometrie, Bodyplethysmographie, Transferfaktor für Kohlenmonoxyd, 6-Minuten Gehstrecke und Fragebögen zur generellen „Short-Form-36“ (SF36) und zur krankheitsspezifischen Lebensqualität „Chronic Respiratory Questionnaire“ (CRQ) sowie Blutuntersuchungen „C-reaktives Protein“ (CRP) und „B-derived Natriuretic Peptide“ (BNP) eingesetzt. In beiden Gruppen haben alle 20 Patienten das komplette Programm absolviert. Die Trainingsgruppe erreichte eine klinisch relevante Zunahme der 6-Minuten Gehstrecke von 431m auf 476m (p<0,001), während die Kontrollgruppe keine relevante Verbesserung der Gehstrecke erreichte (465 auf 482m; p=n.s.). Im SF36 fanden sich in der Trainingsgruppe signifikante Verbesserungen der psychischen (p<0,04) und körperlichen (p<0,01) Summenscores im Verlauf von 3 Wochen. Außerdem besserte sich die krankheitsspezifische Lebensqualität bezüglich des Summenscores (p=0,01) und in den Domänen Atemnot (0,02), Krankheitsbewältigung (p<0,03) und Stimmungslage (p=0,0001) des CRQ-Fragebogens. Die Studie zeigt, dass bei Patienten mit stabiler COPD im GOLD-Stadium II-IV auch nach medikamentöser Optimierung durch Trainingstherapie eine weitere Verbesserung erreicht werden kann. Im Vergleich zum Lungensport waren die Verbesserungen durch Trainingstherapie statistisch signifikant und auch klinisch relevant. Gebessert fanden sich Belastungskapazität, belastungsinduzierte Atemnot und mehrere Parameter der generellen und krankheitsspezifischen Lebensqualität. Diese Studie belegt außerdem, dass selbst Patienten mit schwerstgadiger COPD im GOLD-Stadium IV in ambulanten Trainingsprogrammen unter physiothera-peutischer Überwachung effektiv trainiert werden können.
Lesezeichen:
Permalink | Teilen/Speichern
Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Medizinische Fakultät
Dewey Dezimal-Klassifikation:
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit » 610 Medizin und Gesundheit
Stichwörter:
COPD, Training, Lebensqualität, Belastungskapazität, Lungensport, SF36, CRQ
Beitragende:
Dr. med. Freitag, Lutz [Betreuer(in), Doktorvater]
Dr. med. Möhlenkamp, Stefan [Gutachter(in), Rezensent(in)]
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
21.08.2009
Dokument erstellt am:
11.09.2009
Promotionsantrag am:
26.05.2008
Dateien geändert am:
15.09.2009
Medientyp:
Text