Endoskopische Volumenreduktion mit Bronchus-Verschlußblockern

Ein neues Verfahren zur Behandlung des fortgeschrittenen Lungenemphysems

Dr. med. Weise, Michael

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Die Resultate der chirurgischen Lungenvolumenreduktion zeigen, daß Patienten länger überleben, wenn sie inhomogene, oberlappenbetonte Emphysemverteilung und eine niedrige funktionelle Reserve aufweisen. Die perioperativen Risiken und die Kosten des Verfahrens bleiben erheblich. Diverse endoskopische Verfahren der Lungenvolumenreduktion sind derzeit in klinischer Erprobung. Wir untersuchten die Machbarkeit und den funktionellen Benefit eines lobären Bronchusverschlusses durch segmental applizierte, silikonummantelte Nitinol-Bronchusverschlußblocker. Es wurden 20 Emphysempatienten nach Aufklärung und Einverständnis rekrutiert, die Kriterien für eine chirurgische Volumenreduktion erfüllten. Sie erhielten eine intensive Physiotherapie und eine optimale medikamentöse Therapie. Nach Implantation der Bronchusblocker durch flexible Bronchoskopie in Sedierung wurden die Patienten für 180 Tage funktionell, bildgebend und mittels Fragebögen nachuntersucht. Es verblieben N=10 Patienten bis zum d 180 der Studie. Die funktionellen Parameter der Überblähung (Δ Totale Lungenkapazität, TLC –4,5%, p=0,192, Δ Residualvolumen, RV –1,2%, p=0,75, n.s.) besserten sich. Ebenfalls besser fiel der St. George`s Respiratory Questionnaire (Δ –7,4%) und die forcierte Einsekundenkapazität (FEV1, Δ+ 4,6%) aus. Die Differenzierung nach Atelektase oder deren Ausbleiben ergibt bessere Resultate für Patienten mit Atelektase, und zwar Δ FEV1+10,7% mit vs. Δ FEV1-1,4% ohne Atelektase (p=0,346), ΔTLC –8,4% mit vs. ΔTLC –0,5% ohne Atelektase (p= 0,172) und ΔRV –13,5% mit vs. Δ RV +11,2% ohne Atelektase (p= 0,081) sowie Δ-20,7% im SGRQ mit vs. Δ44,1% ohne Atelektase (p=0,0205). In der Ergometrie erzielten Patienten mit Atelektase eine Leistung in Watt von Δ+ 8,3% gegenüber einem Δ- 11.1% ohne Atelektase (p= 0,411, n. s.). Die Daten zeigen zu früheren Kontrollpunkten (30, 60, 90d) größere Differenzen zugunsten der Atelektasen-Gruppe. Dies weist auf einen schwindenden Benefit hin, der mit Re-Ventilation durch unvollständigen Verschluß erklärt werden kann. Komplikationen traten in Form von Pneumothorax (N=2) und Pneumonien (N=3, davon 1†) bzw. broncho-pulmonalen Infekten (N=7) auf. Die endoskopische Volumenreduktion mit Bronchusblockern ist ein reversibles, ausreichend sicheres und praktikables Verfahren, deren Vorteil gegenüber der operativ -resezierenden Methode aktuell noch nicht belegbar ist.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Medizinische Fakultät
Dewey Dezimal-Klassifikation:
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit » 610 Medizin und Gesundheit
Stichwörter:
Lungenemphysem, Volumenreduktion, Bronchoskopie, Bronchusblockade, Lungenfunktion, Quality of Life
Beitragende:
Dr. med. Freitag, Lutz [Betreuer(in), Doktorvater]
PD Dr. med. Kamler, Markus [Gutachter(in), Rezensent(in)]
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
30.03.2009
Dokument erstellt am:
26.06.2009
Promotionsantrag am:
19.05.2008
Dateien geändert am:
08.03.2013
Medientyp:
Text