Charakterisierung von Antikörpern in Säure-Eluaten aus irreversibel abgestoßenen Nierentransplantaten

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Der Nachweis und die Charakterisierung von direkt im allogenen Nierentransplantat abgelagerten Antikörpern sind für die Abstoßungsdiagnostik von großer Bedeutung. Dazu wurden in der vorliegenden Arbeit aus 103 explantierten Nierenorganen, Proben durch Säure-Elution gewonnen und diese Eluate mittels Lymphozytotoxizitätstest (LCT) und ELISA auf die Präsenz von HLA-Antikörpern untersucht. Anschließend erfolgte eine Korrelation der Ergebnisse mit dem Transplantatüberleben der explantierten Nierenorgane. Im Rahmen dieser Arbeit konnten in ca. der Hälfte der Fälle HLA Klasse I und/oder Klasse II Antikörper, einschließlich nicht zytotoxischer HLA-Antikörper und vermutlich auch zytotoxische non HLA-Antikörper aus irreversibel abgestoßenen Nierenorganen isoliert werden. Solche Antikörper wurden sowohl bei akut als auch bei chronisch abgestoßenen Nierenorganen identifiziert. Die Ergebnisse der beiden unterschiedlichen Testverfahren, LCT und ELISA, waren bezüglich der Panelreaktivitäten für HLA-Klasse I Antikörper gut korrelierbar, wohingegen die HLA-Spezifizierung der Antikörper Unterschiede zwischen den Methoden aufzeigte. Die ELISA Untersuchungen zeigten, dass in 46% der positiven Eluate die Antikörper gegen beide HLA-Antigenklassen gerichtet waren, wohingegen in 31% bzw. 23% der positiven Eluate ausschließlich HLA-Klasse I bzw. Klasse II Antikörper gefunden wurden. Der Anteil an donorspezifischen Antikörpern lag für HLA-Klasse I mit 50% der positiven Eluate deutlich höher als für HLA-Klasse II Antikörper (11%). Donorspezifische Antikörper waren häufiger im Eluat als im Serum der Empfänger nachweisbar. Die Präsenz von HLA-Klasse I und/oder Klasse II Antikörpern (mit oder ohne Donorspezifität) in abgestoßenen Nierenorganen war jedoch nicht mit einem reduzierten Transplantatüberleben assoziiert. In 7 der 103 Eluate konnten nicht zytotoxische HLA-Antikörper nachgewiesen werden. Die Präsenz von nicht zytotoxischen Antikörpern in den Niereneluaten war mit einem verlängerten Transplantatüberleben korreliert. Offenbar sind nicht zytotoxische Antikörper bei der chronischen Abstoßungsreaktion beteiligt. Der Einsatz eines Verfahrens zum Nachweis nicht Komplement-bindender Antikörper erscheint in der Transplantationsdiagnostik sinnvoll.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Institut für Immunologie
Dewey Dezimal-Klassifikation:
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit » 610 Medizin und Gesundheit
Stichwörter:
Nierentransplantation, anti-HLA Antikörper, nicht zytotoxische HLA-Antikörper, Säure-Elution, humorale Abstoßung
Beitragende:
Prof. Dr. Grosse-Wilde, Hans [Betreuer(in), Doktorvater]
Priv.-Doz. Dr. med. Witzke, Oliver [Gutachter(in), Rezensent(in)]
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
27.11.2008
Dokument erstellt am:
11.03.2009
Promotionsantrag am:
26.05.2008
Dateien geändert am:
17.03.2009
Medientyp:
Text