Veränderung der Hitzeschmerzschwelle durch traditionelle chinesische, Schein- und Placebo Akupunktur bei experimentell induziertem Schmerz

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Dreyer_Dissertation.pdf06.02.2009 13:59:09540 KB
Einleitung: Akupunktur wird seit Jahrhunderten zur Schmerztherapie verwendet, dennoch ist nicht geklärt, ob die Wirkung über den Placeboeffekt hinausgeht. Vor allem die Verwendung spezieller Akupunkturpunkte ist zu hinterfragen. Methoden: Um auszutesten, wie sich die Effekte von unterschiedlichen Akupunkturarten auf Schmerzschwellenprüfungen bei experimentell evoziertem inflammatorischen Schmerz auswirken, haben wir in einer kontrollierten, prospektiven, doppelblinden, randomisierten Studie im cross-over Design TCM-, Sham- und Placebo-Akupunktur bei zehn gesunden Probanden an drei Studientagen im wöchentlichen Abstand ausgetestet. Nach Akupunktur wurden Schmerzen mit Hilfe eines etablierten Hitze/Capsaicin Schmerzmodells an einem Arm experimentell evoziert. TCM Akupunktur wurde nach den Vorschriften der TCM, Placebo Akupunktur mit sich nur scheinbar in den Schaft retrahierenden Nadeln und Sham Akupunktur in zwei Zentimeter Abstand zum TCM Punkt gestochen. Wir erfassten die Fläche der sekundären Hyperalgesie, die numerische Schmerzskala, die Zahl im peripheren Blut zirkulierender Lymphozytenuntergruppen, sowie die Wahrnehmungs- und die Toleranzschwellen für Hitzeschmerz. Ergebnisse: Das Schmerzmodell führte zu einer signifikanten Reduktion der Schmerzschwellen und Zunahme der Fläche sekundärer Hyperalgesie. Zwischen den Akupunkturarten fand jedoch sich keine signifikanten Unterschiede. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass TCM Akupunktur die Toleranz für Hitze/Capsaicin induzierten inflammatorischen Schmerz nicht effektiver als Sham- oder Placebo-Akupunktur verändert.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Medizinische Fakultät
Dewey Dezimal-Klassifikation:
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit » 610 Medizin und Gesundheit
Beitragende:
Prof. Dr. med. Peters, Jürgen [Betreuer(in), Doktorvater]
Priv.-Doz. Dr. med. Schäfers, Maria [Gutachter(in), Rezensent(in)]
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
03.09.2008
Dokument erstellt am:
04.02.2009
Promotionsantrag am:
17.12.2007
Dateien geändert am:
08.03.2013
Medientyp:
Text