Arbeitsteilung: Transparente Integration eines institutionellen Dokumenten- und Publikationsservers in Moodle

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Im Rahmen der Moodle-Konferenz 2007 (moodle07) in Duisburg wurde eine prototypisch bereits realisierte Anbindung des Dokumenten- und Publikationsservers Miless an die Lernumgebung Moodle präsentiert. Miless ist bereits an mehreren deutschen Universitäten (z.B. Duisburg-Essen, Münster, Jena) als institutioneller Dokumentenserver im Einsatz und kann lizenzkostenfrei auf Basis einer reinen Open Source Umgebung betrieben werden. Die Implementierung basiert auf WebServices. Die Integration ermöglicht eine für den Moodle-Dozenten transparente Nutzung des Dokumentenservers als E-Learning Content Repository. Es kommt so zu einer Arbeitsteilung zwischen Content Repository und Lernumgebung. Während das eigentliche E-Learning-Material im Repository verwaltet, erschlossen und auch langfristig archiviert werden kann, fügt die Lernumgebung moodle die Inhalte zu einem Kurs zusammen und führt den Lernenden durch die Inhalte. Die realisierten Schnittstellen unterstützen derzeit vier Anwendungsfälle: 1. Dateimanagement im Dokumentenserver Der Moodle-Kursadministrator hat die Möglichkeit, neue Dateien in seinen Moodle Kurs einzufügen. Diese werden dann jedoch nicht wie sonst üblich auf dem Moodle-Server selbst, sondern direkt im Dokumenten- und Publikationsserver gespeichert. In der Moodle-Umgebung wird lediglich ein Link auf die Inhalte gespeichert. Die Verwaltung der Inhalte im Dokumentenserver hat verschiedene Vorteile. So ist z. B. eine Volltextsuche in den Dateien möglich. Auch sehr große Dateien können über ein Upload-Applet hochgeladen und archiviert werden. Dies ist insbesondere für große Audio- und Videodateien interessant, die über einen am Dokumentenserver integrierten Video Streaming Server wiedergegeben werden. Ganze Lehrvideos können so in einen Moodle-Kurs auf einfache Weise integriert werden. 2. Übernahme von Inhalten aus dem Dokumentenserver Im Dokumentenserver gespeicherte Inhalte können in einen bestehenden Moodle-Kurs übernommen werden. Dazu wird neben den bekannten Möglichkeiten, einen Link oder eine Datei hinzuzufügen, nun eine weitere Option in der Moodle-Oberfläche angeboten, über die der Dokumentenserver über ein Suchformular nach relevanten Lehrmaterialien durchsucht werden kann. Auf die gefundenen Dokumente kann dann entweder nur verlinkt werden, oder die dazugehörigen Dateien selbst können in den Moodle-Server übernommen (kopiert) werden. Es ist eine qualifizierte Suche im Dokumentenserver möglich, z. B. nach Titel, Autor, Stichworten oder einer Suche im Volltext. Diese Funktion eignet sich auch zur Reaktivierung nur einzelner Teilinhalte eines archivierten Kurses (vgl. folgendes Szenario). 3. Archivierung ganzer Kurse im Dokumentenserver Der Dokumentenserver kann zur Sicherung oder Archivierung abgelaufener Kurse verwendet werden. Die Moodle-Oberfläche bietet eine bekannte Funktion, um ein Backup eines Kurses in Form einer ZIP-Datei zu erstellen. Diese ZIP-Datei enthält die Kursstruktur, sowie alle relevanten Informationen und Dateien des Kurses. Dieses Kurs-Backup kann nun im Anschluss direkt mit wenigen Mausklicks in den Dokumentenserver geschoben werden. Metadaten wie Titel, Autor und Datum des Kursbackups werden automatisch übernommen. Im Dokumentenserver wird der Kurs zugriffsgeschützt archiviert und ist dort über Suchfunktionen wieder auffindbar. Auch die Inhalte des Kurses, insbesondere die einzelnen Dateien, sind direkt im Dokumentenserver noch für den Kursadministrator einsehbar, ohne dass das Backup entpackt oder wieder in Moodle restauriert werden muss. 4. Reaktivierung eines Kurses aus dem Dokumentenserver Im Dokumentenserver archivierte Moodle-Kurse können direkt über die Restore-Funktion in Moodle reimportiert werden. Dazu kann der Dokumentenserver aus der Moodle-Oberfläche heraus direkt qualifiziert durchsucht werden, z. B. nach Backup-Datum, Kurstitel und Dozent. Auch eine Volltextsuche in der Kursbeschreibung selbst ist möglich. Die Schnittstellen wurden im Rahmen eines DFG-Projektes realisiert, das die Systemkonvergenz in Bildung, Forschung und Wissenschaft anstrebt. Wissenschaftliche Lern- und Arbeitsprozesse sollen durch Systemintegration besser und durchgängiger unterstützt werden. Hierzu werden offene Schnittstellen, Nutzungsszenarien und Beispielarchitekturen entwickelt. Dabei spielen Metadatenstandards, Web Services und die Verfügbarkeit als Open Source eine wesentliche Rolle.
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Dokumententyp:
Veranstaltungen, Tagungen, Ereignisse » Rede, Vortrag, Präsentation
Fakultät / Institut:
Zentrale Betriebseinheiten » Universitätsbibliothek (UB)
Stichwörter:
Institutional Content Repository, E-Learning
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Lehr- und Lernmaterial / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
29.03.2007
Dateien geändert am:
19.04.2007
Medientyp:
Text