No. 67 (2006): Tanaka Makiko: Scharfzüngige Populistin oder populäre Reformerin?
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Tanaka Makiko, Tochter des wegen seiner Plutokratie und jedoch auch seiner hohen
Popularität legendären Premierministers Tanaka Kakuei (Amtszeit 1972-1974), gehört zu
einer der populärsten Erbabgeordneten in Japan. Obwohl Japan als konsolidierte Demokratie
erachtet wird, wird der Anteil der Abgeordneten der regierenden Liberal Demokratischen
Partei (LDP), die ihren Sitz „vererbt“ bekommen haben, auf etwa vierzig Prozent geschätzt.
Tanaka entwickelte jedoch anders als ein großer Teil dieser Politiker mit dynastischer
Herkunft ein eigenes politisches Profil. Ihre scharfzüngige Kritik an den verkrusteten
Strukturen der LDP erwies sich für ihre schnelle politische Karriere nicht als hinderlich. 2001
wurde sie aufgrund ihrer hohen Popularität und ihrem Image als Reformerin zur ersten
Außenministerin Japans ernannt. Als Frau sollte sie frischen Wind sowohl in ihre
konservative Partei als auch in das skandalgebeultete Außenministerium bringen. Ihre
Amtszeit endete jedoch bereits nach nur zehn Monaten, während denen Bürokraten und ihre
politischen Gegner alles daran setzten, sie zu demontieren.
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Lesezeichen:
Dokumententyp:
Wissenschaftliche Texte » Zeitschrift, Journal
Fakultät / Institut:
Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen » Institut für Ostasienwissenschaften
Stichwörter:
Tanaka Makiko, Tanaka Kakuei, second generation politicians, political recruitment in Japan
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
01.08.2006
Dateien geändert am:
08.11.2006
Medientyp:
Text
