Evaluation der medizinischen Wirksamkeit medikamente-freisetzender Stents bei perkutanen Koronarinterventionen im Vergleich zu konventionellen Stents und Bypassoperationen

Ein Health-Technology-Assessment

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Fragestellung: In einem Health Technology Assessment-Bericht wurde die medizinische Wirksamkeit von Medikamente-freisetzenden Koronarstents (DES) im Vergleich zu konventionellen Metallstents (BMS) und zur Bypasschirurgie untersucht: Methodik: Es wurde ein systematischer Literaturreview mit a priori festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien für die Publikationen durchgeführt. Alle Schritte der Informationsrecherche und –selektion wurden dokumentiert. Die identifizierten Publikationen wurden anhand von in nationalen oder internationalen Leitlinien konsentierten Checklisten für die methodische Qualität bewertet und selektiert. Für die eingeschlossenen randomisierten klinischen Studien wurde eine Metaanalyse durchgeführt. Für eingeschlossene nichtrandomisierte Primärstudien wurde eine Informationssynthese in Form einer tabellarischer Synopsis und Beschreibung vorgenommen. Ergebnisse: Mit Ausnahme einer Studie zum Vergleich DES gegenüber Bypass, wurden nur Publikationen identifiziert, die die Sicherheit und Wirksamkeit von DES im Vergleich zu BMS untersuchten. Hierzu wurden zehn RCT bei Patienten mit einer de novo-Läsion identifiziert, für die eine Metaanalyse hinsichtlich Mortalität, des Auftretens von Stentthrombosen, Myokardinfarkten, der Zielläsionsrevaskularisierung (TLR), der Zielgefäßrevaskularisierung (TVR) und der kombinierten Ereignisrate sowie der binären Restenoserate und des späten Lumenverlusts durchgeführt wurde. Insgesamt umfasste die ­Analyse 5036 Patienten in beiden Behandlungsarmen. Statistisch signifikante Unterschiede zwischen DES und BMS konnten bei den klinischen Parametern nur für erneute Revaskularisierungen, sowohl TLR als auch TVR, und für die durch die Unterschiede durch erneute Revaskularisierungen bedingten kombinierten Ereignisraten nach einem Jahr und zwei Jahren festgestellt werden. Nach einem Jahr und zwei Jahren betrug das relative Risiko (RR) des DES-Arms gegenüber dem BMS-Arm für eine TLR in der Metaanalyse 0,3 (95%-KI: 0,20-0,44 bzw. 0,23-0,38) für eine TVR betrug das RR 0,39 (95%-KI: 0,27-0,56) nach einem Jahr und 0,42 (95%-KI: 0,34-0,51) nach zwei Jahren, was einer Risikoreduktion zwischen 58 bis 70% entspricht. Bei Analyse der Subgruppen der DES wiesen nichtpolymerbeschichtete Paclitaxelstents eine geringere Wirksamkeit mit RR =0,66 (95%-KI:0,38-1,16) und keine statistische Signifikanz des Effekts auf. Bei Stentthrombosen war nach zwei Jahren ein statistisch nicht signifikanter Trend zu einem höheren Risiko für Stentthrombosen im zweiten Jahr bei DES feststellbar (RR=1,68, 95%-KI: 0,73-3,87). Die Ergebnisse aus nichtrandomisierten Studien zu weiteren Indikationen lassen noch keine gesicherten Aussagen zu, stehen jedoch nicht in Widerspruch zu den Ergebnissen der Metaanalyse.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften » Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre » Medizinmanagement
Dewey Dezimal-Klassifikation:
300 Sozialwissenschaften » 330 Wirtschaft » 330 Wirtschaft
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Stichwörter:
health technology assessment, drug eluting stents, restenosis, meta-analysis
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
11.01.2006
Dokument erstellt am:
05.05.2006
Dateien geändert am:
14.12.2012
Medientyp:
Text