Über die Habituierung posturaler Reflexantworten bei Kleinhirnerkrankten

Dateibereich 13806

4,68 MB in 2 Dateien, zuletzt geändert am 13.02.2006

Dateiliste / Details

DateiDateien geändert amGröße
Abstract.doc13.02.2006 08:12:0521 KB
DR_ARBEIT_ENDVERSION_2005.DOC13.02.2006 08:12:064,66 MB

Dateibereich 13807

605,9 KB in einer Datei, zuletzt geändert am 13.02.2006

Dateiliste / Details

DateiDateien geändert amGröße
DR_ARBEIT_ENDVERSION_2005.pdf13.02.2006 08:12:35605,9 KB
Ziel der vorliegenden Studie war, die Bedeutung des menschlichen Kleinhirns im Hinblick auf Kurzzeit- und Langzeithabituierung posturaler Reflexantworten bei rückwärtigen sich wiederholenden Translationsbewegungen auf einer Plattform zu untersuchen. Zehn Patienten mit einer ausschliesslich das Kleinhirn betreffenden Erkrankung und zehn alters- und geschlechtsentsprechende Kontrollpersonen wurden getestet. Pro Proband wurden zwanzig Plattformtranslationen in einem Abstand von 15-25 s an jedem von fünf aufeinanderfolgenden Testtagen durchgeführt. Es wurde festgelegt, dass eine Größenabnahme der posturalen Antwort innerhalb eines jeden Testtages als Kurzzeithabituierung und eine Größenabnahme über fünf Tage als Langzeithabituierung anzusehen ist. Entsprechend wurde eine Größenzunahme als Sensitivierungseffekt betrachtet. Sowohl gesunde Kontrollen als auch Patienten mit zerebellärer Schädigung zeigten während eines jeden Testtages eine signifikante Größenabnahme der posturalen Antwort im Sinne einer Kurzzeithabituierung. Hingegen wurde über die fünf Testtage keine signifikante Größenabnahme der posturalen Antwort im Sinne einer Langzeithabituierung beobachtet. Jedoch zeigten beide Gruppen die Tendenz einer Größenzunahme, entsprechend einer Langzeitsensitivierung. Das Ausmaß der Antwortabnahme während eines jeden Testtages und über die fünf Testtage unterschied sich nicht signifikant zwischen den beiden Gruppen. Die vorliegenden Ergebnisse sprechen dafür, dass das Kleinhirn keine Rolle bei der Kurzzeithabituierung posturaler Reflexantworten bei sich wiederholenden Plattformtranslationen spielt. Ob dem Kleinhirn jedoch eine Beteiligung an Langzeitveränderungen posturaler Reflexantworten zukommt, konnte nicht eindeutig geklärt werden und bedarf weiterer Untersuchungen. Die wesentliche Funktion des Kleinhirns für posturale Reflexe scheint in Ihrer Feineinstellung (gain control) zu liegen.
Lesezeichen:
Permalink | Teilen/Speichern
Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Klinik für Neurologie
Dewey Dezimal-Klassifikation:
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Stichwörter:
Kleinhirn, Habituierung, Sensitivierung, Posturographie, Haltereflexe
Beitragende:
Prof. Dr. med. Timmann-Braun, Dagmar [Betreuer(in), Doktorvater]
Priv.- Doz. Dr. med. Klepper, Jörg [Gutachter(in), Rezensent(in)]
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
19.08.2005
Dokument erstellt am:
10.02.2006
Dateien geändert am:
10.02.2006
Medientyp:
Text