Prävalenz der peripheren Durchblutungsstörungen in der Heinz-Nixdorf-RECALL-Studie

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Einleitung: Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist der Terminus für das klinische Beschwerdebild, welches durch Stenosen und/oder Verschlüsse in den Becken-Beinarterien beginnend in der infrarenalen Bauchaorta, verursacht wird. Die Epidemiologie der pAVK wurde in den letzten zwanzig Jahren in zahlreichen Studien untersucht dennoch fehlen bisher bevölkerungsbasierte Daten aus Deutschland. In der vorliegenden Arbeit wird die Prävalenz der pAVK auf der Basis der Heinz Nixdorf Recall- Studie (HNRS) dargestellt. Dabei werden neben der pAVK gesondert die Prävalenz der chronisch kritischen Ischämie (CKI) und die Mediasklerose Mönckeberg (MS) analysiert. Methode: Die HNRS ist eine bevölkerungsbasierte prospektive Studie an 4735 Männer und Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren mit dem Ziel der Früherkennung von Herz-Kreislauferkrankungen. Die rekrutierenden Probanden wurden aus den Einwohnermeldeämter der Städte Essen, Mülheim und Bochum gezogen. Der systemische Blutdruck und die Knöchelarteriendrücke wurden mit der Dopplertechnik gemessen. Der Knöchel-Arm-Index wurde als Quotient aus dem höchsten systolischen Knöchelarteriendruck des rechten bzw. linken Beines und dem Systemdruck bestimmt. Ein Knöchel-Arm-Index <0,9 wurde als Nachweis einer pAVK gedeutet. Das Vorliegen einer CKI wurde bei einem absoluten Knöchelarteriendruck von kleiner 70 mm Hg angenommen. Für die Bestimmung der MS werden in der Literatur verschiedenen Grenzwerte verwendet. Daher wurde in der vorliegenden Arbeit die Prävalenz der MS für einen Knöchel-Arm-Index >1,3 und bzw. >1,5 getrennt berechnet. Ergebnisse: In der Gesamtpopulation lag eine pAVK bei 5,7% der Probanden vor. Sie war mit 6,4% in der männlichen Bevölkerung grundsätzlich höher als mit 5,1% in der weiblichen Bevölkerung. In der Altersgruppe von 45-54 Jahren lag die Prävalenz der pAVK bei 2,8% und stieg auf 15,2% im Alter von 65-75 Jahren. Anamnestischen Datenerhebung zeigte gar eine höhere Prävalenz der pAVK, nämlich von 6,8%. Eine CKI ist in der Gesamtpopulation bei 0,1% selten. Allerdings weisen 2% aller pAVK- Patienten eine CKI auf und damit eine besondere schlechte Prognose. Die Prävalenzdaten für die MS hingen von den festgelegten Schwellenwerten des Knöchel-Arm-Indexes ab. Bei einem Knöchel-Arm-Index >1,3 wäre diese bei 13,3 % aller Männer und 6,9 % aller Frauen vorhanden. Akzeptiert man einen Knöchel-Arm-Index >1,5 als Indikator für eine MS, wäre diese nur bei etwa 1,1 % aller Männer bzw. 0,5 % aller Frauen vorhanden. Rechnet man die dargestellten Daten auf ganz Deutschland hoch, ergibt sich daraus, dass mehr als 1,1 Mio. Männer und ca. 830.000 Frauen im Alter vom 45 bis 75 Jahre an einer pAVK leiden. Die Prävalenz der pAVK steigt dramatisch mit dem Alter und ist bei Männern häufiger. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass bei allen Unterschieden einzelner Studien die Prävalenzdaten der HNR- Studie zur pAVK basierend auf der Knöchel-Arm-Bestimmung gut zu den in der Literatur publizierten Daten passt. Sie ergänzen die Datenlage insbesondere in der jüngeren Altersgruppe.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Klinik für Kardiologie
Dewey Dezimal-Klassifikation:
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Stichwörter:
periphere Durchblutungsstörungen, Mediasklerose, chronisch kritische Ischämie, Knöchel-Arm-Doppler-Index
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
20.06.2005
Dokument erstellt am:
26.07.2005
Dateien geändert am:
14.12.2012
Medientyp:
Text