E1A als potentielles Gentherapeutikum HHV-8-positiver Tumore

Evaluation mit HHV-8-Promotorelementen in HHV-8-positiven und -negativen Zellen

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Das Humane Herpesvirus 8 (HHV-8) wird mit der Entstehung des Kaposi-Sarkoms und anderer lymphoproliferativer Erkrankungen, wie das pleurale Effusionslymphom und Morbus Castleman, in Verbindung gebracht. HHV-8 infiziert Zellen des lymphatischen Systems, wie die Endothelzellen der Lymphgefäße und B-Zellen. Drei Proteine von HHV-8, das virale Cyklin, das virale FLIP und LANA werden benötigt, um die latente Phase der Infektion aufrecht zu erhalten. Diese drei Proteine sind Produkte verschiedener Spleißvarianten, die von einem primären RNA-Transkript exprimiert werden und unter der Kontrolle des LANAp stehen. Adenovirale E1A-Proteine sind in der Lage, Tumorwachstum und Metastasierung zu supprimieren, Zellen für Chemotherapeutika zu sensibilisieren und die Aktivität von verschiedenen zellulären und viralen Genen zu regulieren. Es konnte unseres Wissens nach erstmalig gezeigt werden, dass E1A den LANAp in Melanomzellen signifikant regulieren und aktivieren kann. Darum kann der LANAp zu den vielen zellulären und viralen Promotoren, die durch E1A moduliert werden, hinzugefügt werden. An der Aktivierung des LANAp durch E1A sind maßgeblich die Transkriptionsfaktoren AP-2 und SP1 beteiligt. Unter Verwendung von Deletionsmutanten von E1A konnte nachgewiesen werden, dass ein intakter N-Terminus von E1A mit den Aminosäuren 1 – 119 essentiell für die Aktivierung des LANAp durch E1A ist. Die konservierte Region 3 (CR3) von E1A schien dabei nicht von Bedeutung zu sein, obwohl diese Region bisher als die Haupttransaktivierungs-Domäne beschrieben wurde. Die Spm2-Mutante, in deren “Spacer”-Region sechs konsekutive Alaninreste deletiert wurden, aktivierte den LANAp ca. 15-fach gegenüber der Vektorkontrolle in der Melanomzelllinie MV3. In HHV-8-positiven Lymphozyten konnte keine Regulation des LANAp durch E1A beobachtet werden. Möglicherweise wird die Funktionalität von E1A durch lymphogene regulatorische Elemente verursacht. Da bereits beschrieben wurde, dass der LANAp durch LANA autoreguliert wird, wurden Expressionsvektoren, die sowohl LANA alleine als auch die drei latenten Gene (vCyclin, vFLIP und LANA) trugen, mit E1A-cDNA und LANAp kotransfiziert. Es konnte keine Minderung in Bezug auf die Aktivierung des LANAp durch E1A festgestellt werden. Weiterhin konnte kein Hinweis auf einen möglichen Zelltod durch E1A in den HHV-8-positiven Lymphozyten gefunden werden. Allerdings wurde die Sensibilisierung der BC-3-Zellen durch Ad12 E1A gegenüber dem Zytostatikum Cyclophosphamid beobachtet. Im Rahmen dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass der LANAp durch E1A-Proteine mit intaktem N-Terminus in MV-3-Zellen aktiviert wird. Da aber eine Regulation des LANAp durch E1A in den HHV-8-positiven B-Lymphozyten ausblieb und auch das Überleben dieser Zellen durch die Transfektion von E1A-cDNA nicht verändert werden konnte, scheint E1A als Transgen in der Gentherapie HHV-8-assoziierter Tumore nicht geeignet zu sein.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Fakultät für Biologie
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Innere Klinik (Tumorforschung)
Dewey Dezimal-Klassifikation:
500 Naturwissenschaften und Mathematik » 570 Biowissenschaften; Biologie
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit » 610 Medizin und Gesundheit
Stichwörter:
KSHV, HHV-8, LANAp, E1A, Transkription, Apoptose
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
07.12.2005
Dokument erstellt am:
10.01.2006
Dateien geändert am:
10.01.2006
Medientyp:
Text