Wirtschaftsforum - Spezial ,Vertrauen in Organisationen

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„Vertrauen“ baut Brücken über riskante Schwellen des Unvertrauten und Ungesicherten. Unmittelbarer, gewissermaßen „augen-blicklicher“ als prüfende Berechnung wirkt oft persönlicher Eindruck. Dann wird die Darstellung/ Unterstellung von personalem Vertrauen zur Basis von Systemvertrauen. Beides erfordert Vertrauensbildung als „soziale Konstruktion“. Vertrauen kann aber auch gespielt und verspielt, getäuscht und enttäuscht werden, - gerade wenn auf den personalen Faktor gesetzt wird. So muss in der Praxis des Organisierens immer wieder Nähe riskiert werden, um Netze zu knüpfen. Wenn im Tempo des Lebens die gewachsenen sozialen Räume sich verflüchtigen und für vertrauensbildende Beratungen und Verhandlungen die Zeit fehlt, eröffnen Vertrauensnetze leichte, schnelle und bewegliche Felder partnerschaftlichen Handelns und geteilter Verantwortung. In der Risikogesellschaft muss oft unter Tempodruck gehandelt und verhandelt werden. Dann werden Vertrauensbrücken schneller riskiert, als sie geprüft und gesichert werden könnten. Das gilt nicht nur für das „zwischenmenschliche“ Vertrauen zwischen Personen, sondern auch für ein Vertrauen, das Personen in Organisationen und Institutionen setzen müssen. In der Organisationsgesellschaft wird Vertrauensbildung immer komplexer und immer riskanter. Das wird sich kaum noch allein durch Personen vertreten lassen. Im Prozess des Organisierens ist schon das „sich-Vertragen“ angewiesen auf „Legitimation durch Verfahren“. Vertrauen wird dann zur Grundlage moderner Führungskulturen der Anerkennung und der Verantwortung. In der Wohlfahrtsgesellschaft geht es um die entlastende Konstruktion von Systemvertrauen. Im Tempo des Lebens soll der Wohlfahrtsstaat Vertrauen stiften in solidarische Netze sozialer Sicherheit. Gerade Reformen der Sozialsysteme fordern vertrauensbildende Maßnahmen, um zu verhindern, dass zwischen Geiz und Gier, Angst und Neid die Kulturen des Vertrauens und der Verantwortung verspielt werden. In der Kommunikations- und Mediengesellschaft werden Publizisten zu „Grenzgängern“ und „Brückenbauern“ kommunikativer Vertrauensbildung. Unter zumeist hohem Tempodruck müssen sie ihren Informationsquellen trauen können. Das kann gelingen, wenn zwischen Informanten und Adressaten Vertrautheit und Vertraulichkeit unterstellt werden kann. Umso leichter kann dann auch beim Publikum ein Vertrauen aufgebaut werden, das nicht nur die Meldung sondern auch die damit verbundene Meinung abnehmen und weiter tragen wird. Dienstag, 7. Juni 2005 Praxisforum Sozialwissenschaft In der Zivilgesellschaft wird soziales Vertrauen zum Rückhalt politischer Verantwortung. Aktive Bürger, die in ihren Vereinen und Gemeinschaften Vertrauen finden, trauen sich dann auch, aus der Selbstgenügsamkeit ihres vertrauten Gemeinschaftslebens hervorzutreten „unter den offenen Himmel des Gemeinsinn“ (Friedrich Schiller), um öffentlich Verantwortung zu übernehmen. Die unterschiedlichen Felder des Vertrauens sollen in einem Theorie-Praxis-Dialog zwischen Lehrenden und Lernenden der Sozialwissenschaften und Fach- und Führungskräften moderner Organisations- und Kommunikationspraxis erkundet und erörtert werden. Auch hier verspricht ein wechselseitiges Vertrauen nicht nur Denkanstöße für die Theorie sondern zugleich auch Horizonte der Selbstverständigung von Praxis.
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Dokumententyp:
Veranstaltungen, Tagungen, Ereignisse » Rede, Vortrag, Präsentation
Fakultät / Institut:
Zentrale Betriebseinheiten » Zentrum für Informations- und Mediendienste (ZIM)
Stichwörter:
Vertrauen, Organisationen
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Lehr- und Lernmaterial / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
10.06.2005
Dateien geändert am:
10.06.2005
Medientyp:
Video