"Lotusblumen und Autolacke - Die Natur als Vorbild technischer Innovationen"

Auftaktvortrag am 24. November, 17.00 Uhr, Audimax: "Lotusblumen und Autolacke - Die Natur als Vorbild technischer Innovationen"

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Eine Veranstaltung des Rektorats der Universität Duisburg Essen, unter Federführung der Zentren für Mikroskalige Umweltsysteme (ZMU) und Medizinische Biotechnologie (ZMB) Bionik Ein Grenzgebiet zwischen Umwelt, Medizin und Technik Lernen von der Natur "Von der Natur lernen!" Diesen Slogan hört und liest man heutzutage immer häufiger. Schon gibt es Forderungen nach Lehrstühlen für "Ökologisches Konstruieren"! Sind dies Wünsche, und werden sie es bleiben? Von der Natur lernen bedeutet, Wissen von den Konstruktionen und Verfahrensweisen der Natur auf die Technik zu übertragen. Es kommt entscheidend darauf an, wie man das macht, wie man vorgeht, wie man von dem vorwissenschaftlichen Schritt der bloßen Naturkopie wegkommen und das tatsächlich unendlich große Reich der "Natürlichen Konstruktionen" für die Technik nutzbar machen kann. Die bloße Kopie, die Meinung, die Natur würde Blaupausen bereitstellen, die man nur ausführen müsste, führt in eine Sackgasse. Was man übernehmen kann, ist eine Fülle von Anregungen, die auf ihre Übertragungsmöglichkeiten untersucht werden müssen. Es hat einer langen Entwicklung bedurft, bis diese im Grunde selbstverständlichen Aspekte klar erkannt worden sind, doch haben bereits frühe Beispiele der Wissenschaftsgeschichte den richtigen Weg gewiesen. Eines der ersten - und wissenschaftshistorisch bekanntesten - geht auf Leonardo da Vinci zurück. Er hat den Flügelschlag der Vögel untersucht und danach - mit den Mitteln seiner Zeit - Schlagflügel vorgeschlagen. Damit hat er bereits "Technische Biologie" betrieben (nämlich biologische Grundlagenforschung unter physikalischen Gesichtspunkten) und Bionik (nämlich Übertragung des Gefundenen in die Technik). Der Begriff "Bionik" wurde auf einem Kongress 1960 in Dayton/Ohio von dem amerikanischen Luftwaffenmajor J. E. Steele geprägt. Gemeint war damit sinngemäß ein "Lernen aus der Natur für die Technik". Der Begriff war neu, nicht aber die Verfahrensweise. Vom 16. Jahrhundert bis in unsere Zeit zieht sich eine Kette von Versuchen, gerade diesen Weg zu gehen. Selten haben diese Versuche zum direkten Erfolg geführt. Ein Kopieren der Natur im Extremfall ein Nachbau im 1:1-Verhältnis, kann eben nicht funktionieren. Nimmt man die Natur dagegen zur Anregung für technologisch eigenständige Entwicklungen, so können sich erstaunliche Ergebnisse zeigen.
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Dokumententyp:
Veranstaltungen, Tagungen, Ereignisse
Fakultät / Institut:
Zentrale Betriebseinheiten » Zentrum für Informations- und Mediendienste (ZIM)
Stichwörter:
Scientist in Residence
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Lehr- und Lernmaterial / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
25.11.2004
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22.12.2004
Medientyp:
Video