"Lotusblumen und Autolacke - Die Natur als Vorbild technischer Innovationen"
Auftaktvortrag am 24. November, 17.00 Uhr, Audimax: "Lotusblumen und Autolacke - Die Natur als Vorbild technischer Innovationen"
Herausgeber: Medienzentrum Campus Essen
Dateibereich 12601
152,71 MB in 5 Dateien, zuletzt geändert am 22.12.2004
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Eine Veranstaltung des Rektorats der Universität Duisburg Essen, unter Federführung
der Zentren für Mikroskalige Umweltsysteme (ZMU) und Medizinische Biotechnologie (ZMB)
Bionik
Ein Grenzgebiet zwischen Umwelt, Medizin und Technik
Lernen von der Natur
"Von der Natur lernen!" Diesen Slogan hört und liest man heutzutage immer häufiger.
Schon gibt es Forderungen nach Lehrstühlen für "Ökologisches Konstruieren"! Sind dies
Wünsche, und werden sie es bleiben? Von der Natur lernen bedeutet, Wissen von den
Konstruktionen und Verfahrensweisen der Natur auf die Technik zu übertragen. Es
kommt entscheidend darauf an, wie man das macht, wie man vorgeht, wie man von dem
vorwissenschaftlichen Schritt der bloßen Naturkopie wegkommen und das tatsächlich
unendlich große Reich der "Natürlichen Konstruktionen" für die Technik nutzbar machen
kann.
Die bloße Kopie, die Meinung, die Natur würde Blaupausen bereitstellen, die man nur
ausführen müsste, führt in eine Sackgasse. Was man übernehmen kann, ist eine Fülle
von Anregungen, die auf ihre Übertragungsmöglichkeiten untersucht werden müssen.
Es hat einer langen Entwicklung bedurft, bis diese im Grunde selbstverständlichen
Aspekte klar erkannt worden sind, doch haben bereits frühe Beispiele der
Wissenschaftsgeschichte den richtigen Weg gewiesen. Eines der ersten - und
wissenschaftshistorisch bekanntesten - geht auf Leonardo da Vinci zurück. Er hat den
Flügelschlag der Vögel untersucht und danach - mit den Mitteln seiner Zeit - Schlagflügel
vorgeschlagen. Damit hat er bereits "Technische Biologie" betrieben (nämlich biologische
Grundlagenforschung unter physikalischen Gesichtspunkten) und Bionik (nämlich
Übertragung des Gefundenen in die Technik).
Der Begriff "Bionik" wurde auf einem Kongress 1960 in Dayton/Ohio von dem
amerikanischen Luftwaffenmajor J. E. Steele geprägt. Gemeint war damit sinngemäß ein
"Lernen aus der Natur für die Technik". Der Begriff war neu, nicht aber die
Verfahrensweise. Vom 16. Jahrhundert bis in unsere Zeit zieht sich eine Kette von
Versuchen, gerade diesen Weg zu gehen. Selten haben diese Versuche zum direkten
Erfolg geführt. Ein Kopieren der Natur im Extremfall ein Nachbau im 1:1-Verhältnis, kann
eben nicht funktionieren. Nimmt man die Natur dagegen zur Anregung für technologisch
eigenständige Entwicklungen, so können sich erstaunliche Ergebnisse zeigen.
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Lesezeichen:
Dokumententyp:
Veranstaltungen, Tagungen, Ereignisse
Fakultät / Institut:
Zentrale Dienstleistungsbereiche » Zentrum für Informations- und Mediendienste (ZIM)
Stichwörter:
Scientist in Residence
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Lehr- und Lernmaterial / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
25.11.2004
Dateien geändert am:
22.12.2004
Medientyp:
Video
