Wie tropft ein Wasserhahn? - Selbstähnlichkeit als ordnende Kraft

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11_Eggers.pdf19.03.2003 18:09:23118,9 KB
Was charakterisiert die Geschichte eines Tropfens? Verkleinertes wird im selben Verhältnis nochmals verkleinert ? der Flüssigkeitshals, der sich beim Lösen vom Wasserhahn bildet, wird immer dünner. Überall da, wo sich einem Phänomen keine feste Skala zuordnen lässt, ist Selbstähnlichkeit die ordnende Kraft. Dies gilt für die gewaltige Expansion des Universums und für Luftwirbel ebenso wie für einen einfachen Tropfen. Moderne fotografische Techniken erlauben es, den Fall eines Tropfens von einer Glaspipette im Detail zu studieren. Dabei beobachtet man eine Bewegung von ungeheurer Komplexität und Schönheit. Die Bewegung in der Nähe des Punktes, in dem sich ein Tropfen ablöst, ist dagegen sehr einfach. Ihr Verständnis erlaubt Einsichten in jede beliebige Art der Tropfenbildung: Am tropfenden Wasserhahn, beim Rasensprenger oder bei einem Zerstäuber geschieht das Zerreißen immer auf die gleiche Weise.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Texte » Artikel, Aufsatz
Fakultät / Institut:
Zentrale Betriebseinheiten » Science Support Centre (SSC); früher Forschungsförderung und Transfer (FFT)
UNIKATE - Berichte aus Forschung und Lehre:
Naturwissenschaften - Physik: Unordnung und Selbstähnlichkeit (Heft 11, 1999)
Stichwörter:
Tropfenbildung, Wellenbildung, Komplexität, Flüssigkeitshals
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dateien geändert am:
01.08.2013
Medientyp:
Text
Rechtliche Vermerke:
Copyright bei Universität Duisburg Essen
Quelle:
Druckausg. erschienen bei ESSENER UNIKATE 11, 1999, ISBN 3-934359-11-6