Sicherheitsdenken in der Religion

Prof. Dr. Zirker, Hans

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Kultur ist von ihrer evolutionären Funktion her darauf aus, den vielfältigen Unsicherheiten und Gefährdungen des Lebens zu entgegnen. Daran nimmt auch Religion teil. Dies gibt ihr einen zwiespältigen Charakter. Einerseits ist sie offensichtlich tief in Erfahrungen verankert, ständig Bewährungen ausgesetzt, zu Läuterungen und Reformen gedrängt; andererseits gibt sie Grund zum Verdacht und kritischen Vorwurf, sie nähre ein ungerechtfertigtes, gar infantiles Sicherheitsdenken. Diese prekäre Situation hat die Theologie, wie immer religiöser Glaube sich selbst begründet sehen mag, ernst zu nehmen. Entgegen dem Reiz endgültiger Antworten und dem Bedürfnis nach unanfechtbaren Positionen hat er zu bedenken, wie religiöses Vertrauen in bleibender Unsicherheit zu rechtfertigen ist.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Texte » Artikel, Aufsatz
Fakultät / Institut:
Fakultät für Geisteswissenschaften » Institut für Katholische Theologie
Dewey Dezimal-Klassifikation:
200 Religion » 200 Religion » 200 Religion
Stichwörter:
Religion, Sicherheitsbedürfnis, Religionskritik
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
06.01.2003
Dateien geändert am:
29.08.2006
Medientyp:
Text