Psychosoziales und funktionelles Outcome nach ischämischem Schlaganfall

Vergleich verschiedener Meßinstrumente aus den Ergebnissen der Schlaganfalldatenbank der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe

Dateibereich 10842

262,7 KB in einer Datei, zuletzt geändert am 09.04.2004

Dateiliste / Details

DateiDateien geändert amGröße
Dissertation_Kraywinkel.pdf01.07.2002 00:00:00262,7 KB

Dateibereich 10843

490 KB in 2 Dateien, zuletzt geändert am 09.04.2004

Dateiliste / Details

DateiDateien geändert amGröße
Abstract.doc01.07.2002 00:00:0020,5 KB
Dissertation_Kraywinkel.doc01.07.2002 00:00:00469,5 KB
Ziel dieser Studie war der Vergleich und die kritische Bewertung der eingesetzten Meßinstrumente anhand der Erhebung des funktionellen und psychosozialen Outcomes nach ischämischem Schlaganfall an einer großen, krankenhausbasierten Kohorte. An insgesamt 30 teilnehmenden Zentren wurden zwischen 1998 und 1999 alle Patienten mit akutem Schlaganfall über einen Zeitraum von einem Jahr prospektiv erfaßt. Etwa 2/3 (67,2%) der 4255 in die Untersuchung eingeschlossenen Patienten mit ischämischem Schlaganfall konnten für eine zentrale Nachbefragung nach 100 Tagen erreicht werden. Die Letalität nach 100 Tagen betrug 13,9%. Etwa die Hälfte aller Patienten war zu diesem Zeitpunkt weitgehend funktionell unabhängig. 55% der überlebenden Patienten wiesen meßbare neuropsychologische Defizite auf, wobei am häufigsten Einschränkungen in den Bereichen "Problemlösen" und "Gedächtnis/Orientierung" zu verzeichnen waren. Eine klinisch relevante Depression war bei etwa 33% der Patienten festzustellen. Im Vergleich zu den anderen Endpunktparametern war hier noch eine deutliche Verbesserung im weiteren Verlauf des ersten Jahres nach dem Ereignis erkennbar. Für den Barthel-Index erweist sich der hohe Deckeneffekt (> 40%) als nachteilig vor allem für den Nachweis von Verbesserungen bei leicht-mittelgradigen Schlaganfällen. Bei allen anderen eingesetzten Skalen waren die Deckeneffekte deutlich geringer (< 20%) und die Verteilung für eine statistische Auswertung günstiger. Sowohl Barthel-Index als auch SF-36 "Physical Functioning" korrelierten hoch (> .80) mit der Modified Rankin Scale. Hohe Übereinstimmungen fanden sich auch bei der Ermittlung unabhängiger Prädiktoren für Barthel-Index und Modified Rankin Scale, während die SF-36 "Physical Functioning" Einschränkungen der Mobilität im Vergleich zu den beiden anderen Skalen deutlich höher gewichtet. Für zukünftige Studien ist am ehesten die Modified Rankin Scale als primärer Endpunkt zu empfehlen, für leichtere Verlaufsformen die Subskala "Physical Functioning" des SF-36 ggf. in Ergänzung mit Instrumenten, die Einschränkungen im Bereich von Kognition und Affektivität abbilden.
Lesezeichen:
Permalink | Teilen/Speichern
Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultät / Institut:
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Klinik für Neurologie
Dewey Dezimal-Klassifikation:
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Stichwörter:
ischämischer Schlaganfall, Outcome, Barthel-Index, Rankin-Scale
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Datum der Promotion:
25.04.2002
Dokument erstellt am:
25.04.2002
Promotionsantrag am:
20.06.2002
Dateien geändert am:
25.04.2002
Medientyp:
Text