Die andere und ich
Herausgeber: Norddeutscher Rundfunk Hamburg
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Eine wohlhabende Amerikanerin, mit Mann und
Kindern in Italien unterwegs, trifft auf eine Frau,
von der sie, wie hypnotisiert, zu erkennen
glaubt, dass diese arme Fischerfrau ihre
Stellvertreterin für Schmerz und Unglück sei,
gleichsam die Komplementärerscheinung für ihr
eigenes Wohlergehen. Somit spaltet sich die
Existenz in zwei Persönlichkeiten: Während die
eine Frau in Washington das bequeme Glück
als Selbstverständlichkeit genießt, muss die
andere in dem heruntergekommenen Dorf ihr
dumpfes und armseliges Dasein erdulden.
Günter Eich (1907 - 1972) studierte Jura und
Sinologie in Berlin, Leipzig und Paris. Er
arbeitete als freier Schriftsteller überwiegend in
Berlin, ließ sich aber nach seiner Rückkehr aus
amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1946 in
Oberbayern nieder. Eich schrieb vor allem
Gedichte und Hörspiele ("Träume", "Geh nicht
nach El Kuwehd!", "Sabeth", "Zinngeschrei",
"Die Mädchen aus Viterbo" u.a.). Er war Mitglied
der Gruppe 47 und wurde mit zahlreichen
Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem
Büchner-Preis (1959) und dem
Schiller-Gedächtnispreis des Landes
Baden-Württemberg (1968). Für sein Hörspiel
"Die andere und ich" wurde er 1952 mit dem
Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.
Mit: Hans Paetsch, Wolfgang Wahl, Hardy
Krüger, Hilde Krahl, Gisela von Collande u.a.
Keine URN zugeordnet
Lesezeichen:
Dokumententyp:
Bild, Audio und Videomaterial » Sprache, Hörspiel
Fakultät / Institut:
Zentrale Dienstleistungsbereiche » Zentrum für Informations- und Mediendienste (ZIM)
Stichwörter:
Eich, Hörspiele, Gruppe 47, MZaudio
Beitragender:
Burmester, Gustav [Regie]
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Lehr- und Lernmaterial / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
16.10.2000
Dateien geändert am:
11.06.2002
Medientyp:
Audio
Quelle:
WDR
