Träume

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In einem verschlossenen Güterwagen rollen Menschen erinnerunglos in den Abgrund. Eltern verkaufen ihr Kind an einen blutlüsternen asthmatischen Greis. Alpträume sind es, die in Günter Eichs berühmtestem Hörspiel die Menschen heimsuchen. Eine "glänzende, bannende formale Kraft" bescheinigt ihm die Jury des Hörspielpreises der Kriegsblinden. Die Ausstrahlung der Träume wurde als Geburtsstunde des modernen Hörspiels gefeiert. Der Schriftsteller Günter Eich (1907-1972), Gründungsmitglied der "Gruppe 47", verarbeitet in dieser Hörfolge seine Eindrücke der Kriegs- und Nackriegszeit. In fünf unterschiedlichen Kurzhörspielen schlagen sich das Grauen des Krieges, die Angst vor Deportationen, der Gestapo und der Atombombe nieder. Eich verfremdet die Geschichten als angeblicheTräume realer Personen quer durch alle Nationen, wodurch er die Begrenzung auf nationale Umstände und Geschichte vermeidet und den Anspruch auf Allgemeinheit untermauert. Das Hörspiel wurde 1951 mit so bekannten Sprechern wie Inge Meysel, Erich Schellow, Eduard Marks u. a. aufgenommen und hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Die Alpträume werden auch heute noch in ähnlicher Form die Menschen befallen, so daß man froh ist aufzuwachen.
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Dokumententyp:
Bild, Audio und Videomaterial » Sprache, Hörspiel
Fakultät / Institut:
Zentrale Betriebseinheiten » Zentrum für Informations- und Mediendienste (ZIM)
Stichwörter:
Eich, Hörspiel, Gruppe 47, MZaudio
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Lehr- und Lernmaterial / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
16.10.2000
Dateien geändert am:
13.03.2003
Medientyp:
Audio
Quelle:
WDR