Open Access und DuEPublicoOpen Access and DuEPublico

Als zentraler Dokumenten- und Publikationssserver der Universität Duisburg-Essen ist DuEPublico nicht nur Plattform für Online-Semesterapparate, Lehrmaterialen und Dissertationen. DuEPublico bietet Ihnen neben einem reinen Nachweis Ihrer Publikation in der Universitätsbibliographie ebenfalls die Möglichkeit, Ihre Publikationen auch online im Volltext zu archivieren und im Sinne des Open Access weltweit frei zugänglich zu machen. Dies ist nicht nur als Alternative zu einer Print-Veröffentlichung möglich, sondern meist auch zusätzlich als Zweitverwertungsmöglichkeit durch das deutsche Urheberrecht und/oder durch Verlagskonventionen und Autorenverträge ausdrücklich erlaubt. Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu Open Access und der Veröffentlichung im Volltext auf DuEPublico.

Tutorial: E-Publikationen in DuEPublico einstellen

Übernahme von Publikationskosten durch DFG-Förderprogramm 'Open-Access-Publizieren'

Im Rahmen eines Förderprogramms unterstützt die DFG die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften. In diesen Zeitschriften sind Publikationen sofort mit ihrem Erscheinen frei zugänglich. Die Finanzierung erfolgt häufig über Artikelbearbeitungsgebühren, die der Autor zu entrichten hat.

Auch im Jahr 2014 wird die DFG die Universität Duisburg-Essen bei der Finanzierung von Open Access Publikationen finanziell unterstützen. Die DFG hat für diesen Zweck € 43.407 bewilligt. Die Universität Duisburg-Essen wird im Jahr 2014 zusätzlich € 14.469 aus eigenen Mitteln für das Publizieren in Open Access Zeitschriften zur Verfügung stellen.
Wenn Sie Ihre Arbeit in einer Open-Access-Zeitschrift publizieren wollen, können aus diesen Mitteln auf Antrag die Publikationskosten übernommen werden.

Weitere Informationen und Randbedingungen dazu unter diesem Link!

Was ist Open Access?

Open Access-Logo

Unter Open Access ist der kostenfreie und öffentliche Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen über das Internet zu verstehen. Die Nutzenden können ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren die Volltexte uneingeschränkt lesen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen und auf sie verweisen. Open Access kann einerseits als Alternative zu traditionellen Publikationsmodellen verstanden werden, andererseits als zusätzliche Möglichkeit, bereits gedruckte (Postprint) oder noch zu druckende Publikationen (Preprint) über das Internet zu veröffentlichen.

"In einer digitalisierten und vernetzten Informationsgesellschaft muss der Zugang zur weltweiten Information für jedermann zu jeder Zeit von jedem Ort für Zwecke der Bildung und Wissenschaft sichergestellt werden!" heißt es in der Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft vom 5. Juli 2004, mit deren Unterzeichnung die Universität Duisburg-Essen auch die Open-Access-Bewegung unterstützt.

Auch beim Deutschen Bundestag gibt es eine Petition zu Open Access: Petition: Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen vom 20.10.2009

Vorteile von Open Access

Aus Sicht der Autoren bietet Open Access

  • Erhöhte Sichtbarkeit und Zitierhäufigkeit von Publikationen durch weltweiten freien Zugriff
  • eine geringere Publikationsdauer - das Dokument ist unmittelbar nach der Fertigstellung weltweit verfügbar
  • gute Auffindbarkeit über Suchmaschinen und Nachweisdienste
  • Prioritätssicherung
  • Förderung der Forschungseffizienz durch rasche Diskussion von Forschungsergebnissen
  • niedrigere Produktions- und Distributionskosten

Die Vorteile für Forschung und Lehre sind

  • der schnelle und kostenfreie Zugang zu aktuellen, öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen
  • uneingeschränktes Lesen, Kopieren, Verteilen, Drucken, Durchsuchen und Referenzieren wissenschaftlicher Publikationen
  • Verbesserung der Informationsversorgung und Ausweg aus der Zeitschriftenkrise
  • Langfristige Verfügbarkeit der Publikationen

Lesen Sie hierzu die ausführlichen Erläuterungen auf der deutschen Open-Access-Seite.

Zwei Wege zu Open Access

Verschiedene Wege führen zur freien Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Publikationen im Sinne des Open Access Gedankens: Auf dem "grünen Weg" wird Ihre Publikation auf einem institutionellen Dokumentenserver wie DuEPublico zweitveröffentlicht. Auf dem "goldenen Weg" nutzen Sie als Autor die Möglichkeit, ihre Beiträge direkt in Open-Access-Journalen einzureichen, sowie Monographien und Sammelwerke auf Open-Access-Plattformen zu veröffentlichen.

Open Access: Zwei Wege

Mit DuEPublico auf der "Green Road" zu Open Access

Laut deutschem Urheberrechtsgesetz dürfen Sie als Autor Aufsätze, die in Zeitschriften veröffentlicht wurden, ein Jahr nach ihrem Erscheinen frei zugänglich im Internet veröffentlichen, sofern der Verlagsvertrag das nicht ausdrücklich ausschließt. Zusätzlich erlauben viele Verlage durch Verlagskonventionen (Publisher's Policies) generell die Verbreitung von Autorenkopien auf institutionellen Servern, auch wenn Publikationsrechte an sie übertragen wurden.

Die Universitätsbibliothek Duisburg-Essen empfiehlt nachdrücklich allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, beim Abschluss von Autorenverträgen mit wissenschaftlichen Verlagen auf die Verwertungsrechte der elektronischen Versionen zu bestehen. Neben dem Effekt des freien und ungehinderten Zugangs zu den Ergebnissen kreativer Arbeit entsteht über das wachsende Open-Access-Angebot ein beeindruckendes Gesamtbild des wissenschaftlichen Wirkens der Universität Duisburg-Essen.

Wenn Sie eine Zweitveröffentlichung in DuEPublico anstreben, dann

  • überprüfen Sie Ihren Verlagsvertrag daraufhin, ob eine Zweitveröffentlichung (Postprint) möglich ist.
  • nutzen Sie die SHERPA-RoMEO-Liste, um die Bedingungen für eine Zweitveröffentlichung auf DuEPublico zu ermitteln. Diese Liste enthält Lizenzbedingungen einer Vielzahl wissenschaftlicher Verlage.
  • schauen Sie in unserer Übersicht, ob ein Zweitverwertungsrecht im Rahmen der Nationallizenz-Verträge für Ihre Publikation zutrifft. Die Liste enthält die teilnehmenden Verlage und ihre Konditionen.
  • informieren Sie ggf. Ihre Koautoren über die Absicht einer Zweitveröffentlichung. Die Urheberrechte der Autoren bleiben in vollem Umfang gewahrt.

Nutzen Sie Ihre Rechte und veröffentlichen Sie Ihre Forschungsergebnisse, soweit zulässig, zusätzlich in DuEPublico und tragen Sie dadurch zu ihrer Verbreitung bei.

Warum Open Access?

Wissenschaftliche Publikationen werden in der Regel durch die öffentliche Hand finanziert. Dabei werden erhebliche finanzielle Mittel für die Forschung, die Erstellung des Inhalts, die Qualitätsprüfung durch Gutachter und die Herausgebertätigkeit bereitgestellt. Werden diese Publikationen als Verlagsveröffentlichungen mit traditionellem Geschäftsmodell herausgegeben, müssen Bibliotheken und wissenschaftliche Einrichtungen wiederum erhebliche finanzielle Mittel aufwenden, um diese Publikationen zu erwerben und ihren Nutzern zugänglich zu machen. Open Access versucht, diesen Missstand zu beenden.

Durch Open Access soll eine schnellere und umfassendere Verbreitung wissenschaftlichen Wissens ermöglicht werden, um den größtmöglichen Nutzen für Wissenschaft und Gesellschaft zu erreichen. Dieses Ziel unterstützen auch die Unterzeichner der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen, wie z.B. die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Max-Planck- und die Fraunhofer-Gesellschaft.

Open Access geht von dem Grundsatz aus, dass es einen freien gleichberechtigten Zugang aller Menschen zu den Ergebnissen des wissenschaftlichen Arbeitens geben sollte. Open-Access-Veröffentlichungen erreichen einen hohen Grad an allgemeiner Zugänglichkeit und Verfügbarkeit. Es ist belegt, dass sie häufiger gelesen werden als Publikationen mit Zugangsbeschränkungen, sodass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität mit ihren Leistungen deutlicher wahrgenommen werden.

Einige Textpassagen wurden mit freundlicher Genehmigung von der Humboldt-Universität Berlin übernommen.

Links und weitere Informationen

Weitere allgemeine Informationen zu Open Access finden Sie auch auf der Informationsplattform open-access.net. Diese Plattform hat das Ziel, den steigenden Informationsbedarf zum Thema Open Access zu decken. Sie bündelt bislang verstreute Informationen und bereitet diese für verschiedene Zielgruppen und Szenarien spezifisch auf.